Angst - Phobie - Panik

 

Wie man sich selbst Angst machen kann

Ein griechischer Philosoph, Epiktet, sagte einmal: "Nicht die Dinge an sich machen uns Angst, sondern die Art, wie wir sie bewerten".
Die Angst entsteht also aus der Sicht, wie wir die Dinge sehen. Das bedeutet, daß Situationen, die an sich ungefährlich sind, durch die falsche Sichtweise zu einer Angstsituation werden.

Angstkranke Menschen sind geradezu dafür prädestiniert, Dinge und Situationen schnell als negativ einzuschätzen. Dies wirkt sich natürlich auch auf ganz alltägliche Situationen aus. Zudem werden körperliche Symptome als Verstärker der Angst herangezogen. So wird bei einem beschleunigten Herzschlag, bei Schwitzen, bei einer beschleunigten Atmung, bei Benommenheit oder Übelkeit, bei Schwindelgefühlen und einigen anderen Symptomen der Erkrankte in einen Angstzustand versetzt.

Die Liste der Situationen, in denen man sich eine Angst selbst einreden kann, ist wahrscheinlich endlos lang.
Deshalb führen wir hier nur einige Beispiele auf:

  • im Fahrstuhl - er könnte ja stecken bleiben
  • bei Magenbeschwerden - man könnte ja Krebs haben
  • bei Schwindel - man könnte ja einen Tumor im Gehirn haben
  • bei Atemnot - man könnte ja ersticken
  • bei Ameisenlaufen in den Gliedern - es könnte ja eine Lähmung bevorstehen
  • in öffentlichen Verkehrsmitteln oder im Auto - es könnte ja einen Unfall geben
  • beim Anblick von Tieren - das Tier könnte einen angreifen
  • wenn das Kind zu spät nach Hause kommt - es könnte ihm ja etwas passiert sein
  • unter Menschen - man könnte ja nicht gemocht werden oder abgelehnt werden
  • durch Verschmutzung - man könnte ja eine Krankheit bekommen und fängt an, plötzlich alles gründlichst zu säubern
  • usw.

Sie sehen, daß es vielfältige Situationen gibt, in denen sich ein Angstkranker selbst immer wieder eine neue Angst einreden kann.

Wichtig ist für die Betroffenen, daß sie erkennen lernen, daß eigentlich primär gar keine Gefahr vorhanden ist und dieses Wissen verinnerlichen. Für Angehörige ist es wichtig, daß sie dem Betroffenen diese Ängste ausreden.

 


 

 

 

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Bitte beachten Sie:
Wenn Sie glauben, daß Sie an einer Angsterkrankung leiden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Das alleinige Lesen der hier gefundenen Informationen macht einen Arztbesuch nicht überflüssig!

 

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